Hier findet ihr Info's zum Bienenprojekt von Moritz!

Stand Dezember 2016:

Seit einer ganzen Weile nun bin ich schon am tüfteln, planen und vor allem lesen. Es gibt unglaublich viele Varianten Bienen zu halten, zu pflegen und zu versorgen. Imkern ist allerdings nichts, was man sich einfach so erlesen kann. Unterschiedlichste Dinge wie Beutenwahl, Bienenpflege, Honigernte, Blühperioden und Pflanzenbestände, Krankheiten, Temperatur, Wetter, Equipment und vieles mehr müssen berücksichtigt werden. Das alles soll mich trotzdem nicht aufhalten, die Tipu Naturschule um zwei Bienenvölker zu bereichern und am Ende meines FÖJler-Daseins vielleicht sogar etwas Soomaa-Honig ernten zu können.

Der Plan ist, die Bienen aktiv mit in die Naturschulungsprogramme Tipu‘s aufzunehmen und neben einer „normalen Beute“ (was auch immer das bedeuten mag) eine Art Schaubienenkasten zu bauen. Fragen wie: „Welche Rolle spielt die Biene für unser Ökosystem?“; „Was hat es mit dem Bienensterben auf sich?“ oder „Wieweit wirken sich Pestizide oder genmanipuliertes Saatgut auf den Honig aus?“ sollen künftig mit entsprechender Geräuschkulisse unter die Lupe genommen werden können.

Stand Mai 2017:

Während den letzten Monaten wurde fleißig am Bienenkasten rumgetüftelt! Die Bienenbeute ist nun fast fertig, Bienenweide ausgesät und ein Ableger ist für Anfang Juni bestellt. Rähmchen wurden gezimmert, Bretter gesägt, Bretter geschmirgelt, Bretter geleimt, Schrauben geschraubt und ganz viel Gitarrenmusik gehört. Es fehlen noch die Flugbretter und ein Unterstand, der die Beute vor Witterungseinflüssen schützt.

Die Kiste teilt mittig eine Trennwand, sodass man dort zwei Völker auf einmal einschlagen kann. Die Wabenträger werden dann mit einem Tuch oder einer Folie verdeckt. Darüber sitzt eine Weichfaserplatte die von einem zweigeteilten Stülpdeckel gut vor Wind und Wetter geschützt ist. Drei Zentimeter dickes, gestrichenes Holz sollte helfen, die Bienen durch den Winter zu bringen.

Dankbar bin ich für die Unterstützung von Marion und Uta, zwei engagierten Imkereinnen aus Dresden, die mit ganz viel Rat und noch mehr Tat auch hier in Tipu mitgeholfen haben!




Stand 15.06.2017

Vorgestern haben die Bienen von einem Imker aus der Region abgeholt. Zwei Ableger, jeweils in einer Zarge mit vier Brut- und zwei Futterwaben. Um die Bienen etwas zur Ruhe kommen zu lassen, warteten wir mit dem Umsetzten in die Einraumbeute bis zum nächsten Tag.

Smoker an, Rähmchen bereit, dreimal beten und los ging's.
Das Umsetzen verlief sauber und problemlos, Keiner hat einen Stich abbekommen.
Nach dem wir die Rähmchen aus den Zargen in die Einraumbeute gehoben hatten, wurden die restlichen Bienen einfach dazu gekehrt. Bei einem Volk war sogar die Königin zu entdecken. Hinterher haben wir noch die Fluglöcher verschlossen um einen panischen Umzug in den Wald zu verhindern.

Heute Vormittag konnten wir die Fluglochverschlüsse wieder entfernen und den Bienen  freien Flug wünschen! Und das tun sie auch bis jetzt immer noch :)